24. März 2018 – 1. Parlamentssitzung

24. März 2018 – 1. Parlamentssitzung

Die 1. Parlamentssitzung des Jugendparlaments Kanton Zürich wird am Samstag, 24. März 2018 im Rathaus Zürich stattfinden.

Anwesend sein werden Regierungsrätin Jacqueline Fehr und Vize-Kantonsratspräsidentin Yvonne Bürgin.

An einer Parlamentssitzung erarbeiten Jugendliche in Fachkommissionen Forderungen an die Politik, diskutieren im Plenum über diese und stimmen darüber ab.

Die Anmeldung für Jugendliche ist geschlossen.

Themenbeschreibungen

Themen der 1. Jugendparlamentssitzung vom 24. März 2018

Alle Jugendparlamentarier_innen werden einem Thema (einer Kommission) zugeteilt. Sie befassen sich am Vormittag der Jugendparlamentssitzung in der Kommission mit diesem Thema. Mit Unterstützung einer Gruppenleitung sowie einer externen Fachperson zu dem jeweiligen Thema erarbeiten sie eine Forderung. Die Forderung wir am Nachmittag allen Jugendparlamentarier_innen präsentiert, welche über die Forderung abstimmen. Erreicht eine Forderung die Mehrheit der Stimmen, wird diese z.B. dem Kantonsrat übergeben und weiterverfolgt.

Suchtmittel

Unter Suchtmitteln versteht man Substanzen, die man zu sich nehmen kann, und die zu einer körperlichen oder psychischen Abhängigkeit führen können. Manche dieser Substanzen sind verboten, andere sind rezeptpflichtig (zur Behandlung von Krankheiten), nur ab einem bestimmten Alter erhältlich (Bsp. Alkohol, Tabak) oder frei zugänglich.
Wichtige Themen rund um Suchtmittel sind bei Jugendlichen das Erlernen eines guten Umgangs, z.B. durch Präventionsunterricht zum Thema Alkohol,
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Wie gelingt ein guter Umgang mit Suchtmitteln und wie erlernen Jugendliche diesen?
Wie können Kinder und Jugendliche vor gefährlichen Substanzen geschützt werden?
Wie weit soll der Kampf gegen illegale Substanzen gehen dürfen?
Was ist höher zu gewichten, Schutz der Menschen vor gefährlichen Substanzen oder die Eigenverantwortung jedes Individuums?
Wie soll der Staat diesbezüglich auf Straftaten (von Jugendlichen) reagieren?

Tierethik

«Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.» -Mahatma Gandhi
Immer wieder gehen erschütternde Bilder von Pelzfarmen oder Mastbetrieben durch die Medien, welche die Frage aufwerfen, wie Tiere behandelt werden sollen. Einige fordern artgerechte Haltung von Tieren und andere möchten Grundrechte für sie einführen. Für andere stellen diese Forderungen eine weitere Einschränkung der Wirtschaft dar.
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Welche Rechte hat ein Tier? Welche haben Menschen gegenüber den Tieren?
Gibt es Voraussetzungen, unter denen Tierversuche moralisch vertretbar sind?
Ist der Konsum von Fleisch oder anderen tierischen Produkten ein Eingriff in das Recht auf Leben der Tiere?
Wie ist mit Modetrends, unter welchen Tiere leiden, wie dem Tragen von Jacken mit Pelzkragen, umzugehen?
Welche Form von Tierhaltung ist den Tieren zumutbar, welche sollte verboten sein/werden?
Sollte vegetarischer und veganer Konsum gefördert werden?

Nachhaltige Ernährung

In diesem Thema wird genauer auf die ökologischen Aspekte der Landwirtschaft eingegangen. Darunter fallen die Chancen und Gefahren der modernen Landwirtschaft für die Umwelt sowie der Einfluss unseres Konsums auf die Klimaerwärmung.
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Welche Gefahren bedrohen die heutige Landwirtschaft?
Wie lässt sich der ökologische Fussabdruck durch bewusste Ernährung senken?
Sollte vegetarischer und veganer Konsum gefördert werden, um den CO2 Ausstoss zu senken?
Gentechnologie – Fluch oder Segen?
Was ist ein sinnvoller Umgang mit Dünger und Pestiziden?

Stimmrecht

Die Schweiz hat eine (halb-)direkte Demokratie. Das bedeutet, dass nicht nur die politische Vertretung gewählt wird, sondern über Gesetzes- und Verfassungsänderungen auch abgestimmt werden kann. Um sich an diesen Abstimmungen beteiligen zu dürfen, muss man mündig sein (in der Regel ab 18 Jahren) und Schweizer Bürger_in sein. Immer wieder wird darüber diskutiert, ob die Stimme von minderjährigen Jugendlichen, Kindern oder Menschen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft in die Abstimmungen integriert werden soll.
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit eine Mitbestimmung auf den verschiedenen politischen Ebenen (Bund, Kanton, Gemeinde) gerechtfertigt ist?
Ab welchem Alter kann ein Mensch gut über komplexe politische Themen mitentscheiden?
Wie können die Interessen von Menschen ohne Stimmrecht berücksichtigt werden?
Was wären die Auswirkungen von Änderungen am Stimmrecht auf die Ergebnisse der Abstimmung sowie die politische Beteiligung der Menschen?

Politische Bildung im Schulunterricht

Demokratie muss gelernt werden. Dies gilt ganz besonders für die (halb-)direkte Demokratie der Schweiz. Für gute demokratische Entscheidungen ist ein grundlegendes Verständnis für die politischen Prozesse und das Zusammenspiel von Bund, Kanton und Gemeinde notwendig sowie der Blick für das Ganze. Eine gute politische Bildung kann man meist auf die Eltern und/oder die Schule zurückführen. Bleibt die politische Bildung aus, steigt die Gefahr, sich politisch nicht zu beteiligten. Dies schadet der Demokratie, welche möglichst alle Bevölkerungsteile angemessen vertreten möchte.
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Wie können Jugendliche frühzeitig ein gutes Verständnis für politische Prozesse und Themen entwickeln?
Zu welchem Zeitpunkt ist politische Bildung am erfolgreichsten?
Wie wird sichergestellt, dass alle Schüler_innen in ihrer Funktion als Bürger_innen gebildet werden und dies nicht abhängig von ihrer Berufswahl ist?

Religiöse Radikalisierung

Der Kanton Zürich ist von religiöser Radikalisierung besonders betroffen. So wurde in Winterthur die An’Nur-Moschee geschlossen und gegen neun Mitglieder dieser wurde Anklage erhoben. Weiter hat die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 2017 Gemeinden und Städten empfohlen die Koran-Verteilaktionen von «Lies!» nicht zu genehmigen. Im Kanton Zürich gebe es besonders viele Menschen, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugung den Rechtsstaat gefährden würden.
Diese Kommission beschäftigt sich mit den Präventionsmassnahmen des Kantons und sucht nach weiteren Wegen mit diesem heiklen Thema umzugehen.
Mögliche Diskussionsfragen in dieser Kommission:
Wie kann verhindert werden, dass Jugendliche religiös radikalisiert werden?
Wie soll auf die Bedrohung von Terrorismus reagiert werden?
Wie kann verhindert werden, dass religiöse Radikalisierung und Terrorismus zu Gräben zwischen den Religionen und zu Diskriminierung führt?
Wie können Religionsgemeinschaften in die Prävention mit einbezogen werden?

 

Fragen zu den einzelnen Themen? Einfach bei Dominic nachfragen.

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Programm Jugendparlamentssitzung

Samstag, 24. März 2018

Besammlung:

8:45 Uhr, Rathaus Eingangshalle

Diskussion und Ausarbeitung Forderungen in den thematischen Kommissionen mit Referat von Expert_in inkl. Pause:

9:00 Uhr, Rathaus versch. Zimmer und Zentrum Karl der Grosse

Mittagessen und Möglichkeit andere Forderungen durchzulesen sowie Änderungsanträge zu stellen:

Ca. 11:30 Uhr, Rathaus

Plenum mit Eröffnungsrede von Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Diskussion und Abstimmung über die Forderungen inkl. Pause:

13:30 Uhr, Rathaus, Grosser Ratssaal

Übergabe der Forderungen und Abschlussworte von Vize-Kantonsratspräsidentin Yvonne Bürgin:

(Zeit noch unklar, da abhängig von Anzahl Jugendparlamentarier_innen, voraussichtlich ca. 17:00 Uhr), Grosser Ratssaal

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