fbpx

Erhöhung Subventionsbeiträge des kantonalen Jugendparlaments zur Schaffung einer Teilzeitstelle

Home / Forderungen / Erhöhung Subventionsbeiträge des kantonalen Jugendparlaments zur Schaffung einer Teilzeitstelle
Erhöhung Subventionsbeiträge des kantonalen Jugendparlaments zur Schaffung einer Teilzeitstelle

Jupa ZH

Erhöhung Subventionsbeiträge des kantonalen Jugendparlaments zur Schaffung einer Teilzeitstelle

Form der Forderung Petition
Adressat_in Regierungsrat des Kantons Zürich, z.Hd. Direktorin der Justiz und des Innern, Jacqueline Fehr
Inhalt Das Jugendparlament Kanton Zürich, als das offiziell anerkannte kantonale Jugendparlament, fordert folgende Änderung der «Verordnung zum kantonalen Jugendparlament (VJP)» vom 25. Januar 2017:

§ 8 Die Direktion kann dem Jugendparlament Subventionen bis Fr. 25’000.- pro Jahr ausrichten.

Begründung Per Januar 2018 sprach der Regierungsrat dem Verein «Jugendparlament Kanton Zürich» (Jupa ZH) die offizielle Anerkennung als das kantonale Jugendparlament aus. Mit grossem Engagement organisierte der Jugendverein sogleich die erste Jugendparlamentssitzung vom 24. März 2018 mit rund 100 Jugendparlamentarier_innen.

Der Verein, welcher sich 2015 gründete und Anfang 2017 noch rund 30 Mitglieder umfasste, wuchs schnell zum mitgliedergrössten Jugendparlament der Schweiz. Heute zählt der Verein rund 170 Vereinsmitglieder zwischen 12 und 21 Jahren (September 2018) und wächst stetig weiter. So können vielseitige Projekte und Aktivitäten im Sinne der Verordnung zur Förderung der politischen Bildung und Kultur mit vielen engagierten Mitgliedern umgesetzt werden.

So ist das Jugendparlament bereits nach kurzer Zeit ein wichtiger Akteur der Zürcher Jugendpolitik und ein Vorzeigebeispiel für gelungene Jugendpartizipation in der Schweiz.

Nach diesem erfolgreichen Start möchte das Jupa ZH eine junge Person zu 20% für administrative und weiterführende Arbeiten einstellen, um dem Verein Beständigkeit zu geben und sich in den Tätigkeiten weiterentwickeln zu können. Zur Finanzierung einer solchen «Geschäftsstelle» ist das Jupa ZH auf weitere Subventionen über Fr. 15’000.- pro Jahr angewiesen.

Der frühe Erfolg ist zu einem grossen Teil auch der okaj zürich, Kantonale Kinder- und Jugendförderung, zu verdanken. Sie bot in verschiedener Weise Unterstützung, zum Beispiel beim Aufbau des Vereins, bei der Durchführung der 1. Jugendparlamentssitzung sowie bei administrativen Aufgaben. Durch diese Zusammenarbeit wurden der Wert und die Notwendigkeit von personellen Ressourcen im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses ersichtlich.

Wie vom Kantonsrat verlangt ist das Jupa ZH ein privatrechtlicher Jugendverein. Die Mitglieder sind höchstens 21 Jahre alt, meist in der Ausbildung und in einer Phase der Veränderung mit dem Ende der obligatorischen Schulzeit, der Berufslehre, Militärdienst oder Studium. So hat sich gezeigt, dass häufige Wechsel in den Arbeitsgruppen, aber auch im Vorstand nicht vermieden werden können. Um der Arbeit im Verein aber dennoch Beständigkeit geben zu können und die Wechsel möglichst reibungslos durchführen zu können, sehen wir eine Person im Anstellungsverhältnis als eine gute Massnahme.

Der Verein basiert auf der Freiwilligenarbeit von zahlreichen Jugendlichen – dies soll beibehalten werden. Im letzten Halbjahr wurde festgestellt, dass der Vorstand und speziell das Präsidium viel administrative Arbeit übernehmen muss und sich so weniger auf die eigentliche operative und strategische Arbeit konzentrieren konnte. Eine Geschäftsstelle könnte den Vorstand entlasten und diesen für die Weiterentwicklung des Vereins und der Gestaltung der Zürcher Jugendpolitik freisetzen.

Erfahrungen anderer Jugendparlamente in der Schweiz zeigen, dass auf eine Gruppe mit grossem Engagement und Erfolg oft eine Zeit folgt, in welcher die Tätigkeiten abnehmen und das Aufgebaute wider verloren geht. Um langfristig sicherzustellen, dass das kantonale Jugendparlament ein wichtiger Teil der Zürcher Jugendpolitik bleibt und den Jugendlichen im Kanton über mehrere Generationen eine attraktive Möglichkeit zur Partizipation gegeben wird, ist eine Geschäftsstelle essentiell.

Bereits andere kantonale Jugendparlamente in der Schweiz führen eine eigene Geschäftsstelle. Als Beispiel zu nennen ist das Jugendparlament des Kantons Tessin oder das Jugendparlament SG/AI/AR.

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ sieht in einer Geschäftsstelle besonders für grosse, kantonale Jugendparlamente einen grossen Mehrwert:

«Es zeigt sich, dass Jupas, welche eine administrative Unterstützung erhalten, auf langer Sicht mehr Erfolg haben. Ich kann jedem Jupa, aber vor allem den kantonalen Jupas ein Jupa-Sekretariat empfehlen. Insbesondere, wenn die finanziellen Mittel dafür vorhanden sind, ist es eine sehr sinnvolle Investition, damit sich der Vorstand auf die inhaltliche Arbeit fokussieren kann.»

-Maurus Blumenthal, Geschäftsführer Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ

Die Anstellung einer Person für das Jupa ZH kann formell in den Strukturen des Dachverbands Schweizer Jugendparlamente DSJ eingegliedert werden. So wäre eine gesicherte Arbeitsstelle für die anzustellende Person sowie eine Langfristigkeit der Stelle gewährleistet. Der DSJ bietet diese Unterstützungsleistung dem Jupa ZH als eines ihrer Mitglieder an und unterstützt so das Vorhaben einer Geschäftsstelle.

 

Beilagen:

-Kostenrechnung

-Stellenbeschrieb

-Statutenänderungen des Jupa ZH bzgl. Geschäftsstelle

Abstimmungsergebnis Angenommen mit 52 «Ja» gegen 16 «Nein» bei 3 Enthaltungen.