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Unterstützung des Projekts «Initiative gegen Mobbing» von den kantonalen Behörden

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Unterstützung des Projekts «Initiative gegen Mobbing» von den kantonalen Behörden

Kommission Mobbing
Unterstützung des Projekts „Initiative gegen Mobbing“ von den kantonalen Behörden

Form der Forderung Frage an die Bildungsdirektion
Adressat_in Bildungsdirektion
Inhalt Hat die Bildungsdirektion bereits eine Unterstützung des Projekts «Intitiative gegen Mobbing» geprüft?
Begründung In der Schweiz werden je nach Quelle 14 – 17% der Kinder und Jugendlichen im Verlauf ihrer Schulzeit Mobbingopfer.

Mobbing kann gravierende soziale und gesundheitliche Konsequenzen haben. Opfer leiden u.a. unter Selbstwertverlust, Ängsten, Schlafstörungen, Erschöpfung und diversen physischen Schmerzen. Mobbing kann zu depressiven Verstimmungen und im Extremfall zu suizidalen Handlungen führen. Mobbing hat nicht nur Einfluss auf die Gesundheit der Opfer. Auch Mitläufer_innen (Bystanders) und Täter_innen tragen Konsequenzen davon. Täter_innen tragen z.B. ein statistisch erhöhtes Risiko, in ihrem späteren Leben delinquent zu werden.

Mobbing kann nur in einer Gruppe entstehen und nur, wenn die Gruppe – oft aus Mangel an niederschwelligen Handlungsoptionen – Mobbing toleriert. Mobbing tritt in allen Teilen der digitalen und analogen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auf. Da aber nur im Setting Schule alle Akteure flächendeckend und nachhaltig erreicht werden können, konzentriert sich die Initiative gegen Mobbing auf Handlungsansätze im Umfeld der Schule.

Hauptfaktor in der Entstehung von Mobbing ist die schweigende Mehrheit. Mobbing kann bekämpft werden, wenn Betroffene (Opfer und Bytander) Mobbingsituationen angstfrei aufdecken können und Verantwortungsträger_innen (Eltern, Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende) kompetent intervenieren.

Die Situationsanalyse zeigt, dass Mobbing als Thema zwar von allen Akteuren im Setting Schule ernstgenommen und behandelt wird. Gleichzeitig ist die Situation für alle involvierten Gruppen unbefriedigend. Lehrpersonen sehen die Schulsozialarbeit als zuständige Stelle für die Bearbeitung des Themas. Diese fühlt sich aktuell jedoch nur bedingt im Stande, Mobbing in der Schule zu bekämpfen, weil sie einerseits oft nicht – oder viel zu spät – von einer Situation Kenntnis erhalten und zweitens häufig Strukturen und Ressourcen fehlen um wirkungsvoll zu intervenieren. Jugendliche bestätigen dies.

Bemerkung Die „Initiative gegen Mobbing“ ist ein Community Projekt. Alle beteiligten Personengruppen sind in die Entwicklung und Implementierung einer starken Kultur gegen Mobbing involviert. Hauptinterventionsebenen zur Bekämpfung von Mobbing sind:
• Die Bildung einer Kultur, die Mobbing nicht toleriert
• Der Aufbau eins Frühwarnsystems, das Mobbing in seinen Anfängen erkennt und benennt
• Die Implementierung von Standards für Interventionen gegen Mobbing in Schulen2021 soll ein Pilot mit 50 Schulen in der Schweiz gestartet werden.

Mit unserer Forderung möchten wir das Projekt unterstützen und die Bildungsdirektion dazu anregen, am Projekt teilzunehmen.

Abstimmungsresultat Ja: 70 / Nein: 1 / Enthalten: 7